Mut Farbe zu bekennen

Mut Farbe zu bekennen.

Unendlich lange ist die Palette der Dinge und Ereignisse, wo es heißt, Farbe zu bekennen, sich zu entscheiden, auf welcher Seite ich stehe.

Die erste und wichtigste Entscheidung ist, sich für das Gute zu entscheiden.

Die Welt ist voller verschiedene Menschen; Menschen sind so verschieden wie Sand am Meer. Oft denkt man, das Sandkörnchen einander total gleichen, aber das stimmt nicht. Jedes Körnchen ist anders und doch zusammen sieht es gleichmäßig aus, halt eben sandig.

Wir Menschen sind dazu berufen, persönlich zu werden und sich ich immer wieder aufs Neue zu entscheiden, sich für das Gute zu entscheiden; zu entscheiden für die Liebe oder für den Hass; zu entscheiden für das -ganz- oder nur -teilweise-; zu entscheiden für -ganz- oder nur -halbherzig-; zu entscheiden für die Wahrheit oder für die Lüge; zu entscheiden für das -jetzt- oder -irgendwann mal-; zu entscheiden für den Frieden oder für den Krieg; zu entscheiden für den Glauben an das Gute oder für den ständigen Pessimismus und schlechte Laune...........und und und......

Wenn man damit fortfahren würde, würde man vermutlich mehrere Bücher zusammen tragen können, die über die vielen kleinen und großen Entscheidungen der Menschen und der Menscheit schlechthin berichten würden.

Wo stehe ich auf der großen Palette der Entscheidungen?

Die Menschen sind bunt und vielfältig; sie gleichen einem Regenbogen, der über die Erde spannt. Viele verschiedene Farben ergeben einen hoffnungsvollen, wundervollen, bunten Streifen, der von der Sonne durchflutet, unsere Laune hebt.

Gott ist Mensch geworden, um an unseren menschlichen Entscheidungen aktiv teilzunehmen.

Gott schaut nicht untätig und neugierig zu, sondern er entscheidet mit. Durch seine Menschwerdung hat sich Gott sozusagen, ein aktives Mitspracherecht erworben was unsere Entscheidungen betrifft.
Darum ist jede Entscheidung, auch die kleinste, die wir scheinbar im "Geheimen" tuen, vielleicht auch nur in unseren Gedanken, mehr oder weniger präsent, weil vor Gott nicht zu verbergen.

Jede gute Entscheidung entspringt einer friedvollen Herzens- Regung und trägt zum Frieden bei;
umgekehrt, jede negative Entscheidung beeinträchtigt den Frieden.

Denken wir doch nach, was in unserem Leben überwiegt, die positiven Entscheidungen oder die Entscheidungen für den Unfrieden?
Wo habe ich überall an einer Entscheidung für das Gute gefehlt?
Wann habe ich mich aus reiner Menschenfurcht, gegen die Liebe und gegen die Versöhnung entschieden?

Schutz und Segen.

Bischof Gino Collica.


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Kommentare: 1
  • #1

    Stuhlsatz Stefan (Sonntag, 05 Mai 2019 19:56)

    Sich zu entscheiden ist schwer. Aber ohne Entscheidung stagniert das Leben. Gehe ich davon aus, dass ich von Moment zu Moment lebe, muß ich auch von Moment zu Moment mich entscheiden. Das tun wir aber meist nicht, da wir meist in der Vergangenheit leben und dies uns den Eindruck vermittelt, dass wir unser Leben selbst in der Hand haben. Das haben wir auch, aber nicht aus der Vergangenheit heraus. Wir können die Vergangenheit nicht mehr verändern. Wir können auch den Moment nicht verändern. Wir können uns nur im Moment entscheiden, das Gute zu tun. Und hier ist das Schöne. Gott gibt uns in jedem Moment immer wieder die Möglichkeit sich für ihn zu entscheiden. Hier liegt auch seine Barmherzigkeit, denn er gibt uns immer wieder den Moment, den neuen Augenblick und zeigt uns dadurch, dass Er nicht nachtragend ist. Leben wir ganz im Augenblick, im Moment mit Ihm, so denke ich, werden wir uns auch für Ihn, für die Liebe entscheiden. So entscheiden wir uns immer wieder für die Zukunft mit Ihm.